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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 03.06.2026 · für die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung AKTARIO

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, Unternehmereigenschaft

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Bereitstellung und Nutzung der cloudbasierten Software AKTARIO (nachfolgend „Software" oder „AKTARIO") durch

David Loebert, Rechtswirt (FSH), § 34c GewO
Ludwig-Erhard-Allee 10, 76131 Karlsruhe
E-Mail: info@aktario.de · Telefon: 0721 27663430
(nachfolgend „Anbieter")

(2) AKTARIO ist eine Software-Lösung zur Unterstützung von Schuldenregulierung und Fallmanagement. Die Nutzung der Software stellt keine Rechtsberatung dar; der Anbieter erbringt keine rechtsbesorgenden Tätigkeiten für die Kunden oder deren Klienten.

(3) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (insbesondere gewerbliche Schuldenberater nach § 34c GewO, geeignete Personen und anerkannte Stellen nach § 305 InsO sowie kooperierende Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte) sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen. Mit der Registrierung sichert der Kunde zu, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.

(4) Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden AKTARIO für die Dauer des Vertrags als Software-as-a-Service über das Internet zur Nutzung bereit. Die Software wird auf der Infrastruktur des Anbieters bzw. seiner Subunternehmer betrieben; eine Überlassung des Programmcodes oder eine Installation beim Kunden erfolgt nicht.

(2) Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Paket (Starter, Professional, Enterprise) gemäß der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Leistungs- und Preisübersicht auf aktario.de/preise.html. Diese Übersicht beschreibt die je Paket freigeschalteten Module abschließend.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Software fortlaufend weiterzuentwickeln, zu aktualisieren und an den Stand der Technik sowie an geänderte rechtliche Anforderungen anzupassen, soweit der vertraglich geschuldete Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird.

(4) Die fachliche und rechtliche Verantwortung für die mit der Software bearbeiteten Vorgänge sowie für die Zulässigkeit der Beratung gegenüber den eigenen Klienten des Kunden liegt allein beim Kunden.

§ 3 Registrierung und Vertragsschluss

(1) Die Registrierung erfolgt über das Online-Formular des Anbieters. Der Kunde gibt die abgefragten Daten wahrheitsgemäß an und bestätigt die Geltung dieser AGB sowie die Kenntnisnahme der Datenschutzhinweise und des Auftragsverarbeitungsvertrags (§ 11).

(2) Nach Absenden des Formulars erhält der Kunde eine E-Mail zur Bestätigung seiner E-Mail-Adresse. Mit der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags ab.

(3) Der Vertrag kommt erst mit der Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter (Aktivierung des Kontos) zustande. Der Anbieter behält sich vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen; ein Anspruch auf Vertragsschluss besteht nicht.

§ 4 Kostenlose Testphase

(1) Der Anbieter kann dem Kunden eine kostenlose, unverbindliche Testphase (in der Regel 14 Tage im Funktionsumfang des Pakets Professional) gewähren. Die Testphase dient der Erprobung der Software.

(2) Die Testphase endet automatisch mit Fristablauf. Ein kostenpflichtiges Abonnement entsteht nur, wenn der Kunde ausdrücklich ein Paket bucht; eine automatische Umwandlung der Testphase in ein kostenpflichtiges Abonnement findet nicht statt. Nach Ablauf der Testphase ohne Buchung kann der Anbieter den Zugang einschränken.

(3) Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht, da der Vertrag ausschließlich mit Unternehmern (§ 14 BGB) geschlossen wird (vgl. § 1 Abs. 3). Die kostenlose Testphase tritt an die Stelle eines Widerrufs und ermöglicht eine unverbindliche Prüfung der Software.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf aktario.de/preise.html ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Nutzungsgebühr ist je nach gewählter Zahlweise monatlich oder jährlich im Voraus fällig. Eine etwaige einmalige Einrichtungsgebühr (Setup) ist mit Vertragsschluss fällig.

(3) Die Rechnungsstellung erfolgt elektronisch. Der Kunde erklärt sich mit der Übermittlung von Rechnungen in elektronischer Form (z. B. PDF oder als E-Rechnung) einverstanden.

(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Fristsetzung den Zugang zur Software vorübergehend zu sperren. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt. Während einer Sperrung wegen Zahlungsverzugs gewährleistet der Anbieter dem Kunden den Datenexport nach § 12.

§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Bei monatlicher Zahlweise ist er mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats kündbar. Bei jährlicher Zahlweise beträgt die Mindestlaufzeit zwölf Monate; danach läuft der Vertrag monatlich weiter und ist mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende kündbar.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug oder schwerwiegendem Verstoß gegen § 7 vor.

(3) Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail an info@aktario.de oder über die Kündigungsfunktion im Kundenbereich).

§ 7 Pflichten und Verantwortlichkeit des Kunden

(1) Der Kunde ist für die von ihm in die Software eingegebenen Inhalte und Daten sowie für deren rechtmäßige Verarbeitung allein verantwortlich. Er stellt sicher, dass er zur Verarbeitung der Daten seiner Klienten berechtigt ist und die datenschutzrechtlichen Anforderungen (insbesondere Informationspflichten und Rechtsgrundlagen) erfüllt.

(2) Der Kunde hat seine Zugangsdaten geheim zu halten, vor dem Zugriff Dritter zu schützen und den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Nutzung bestehen.

(3) Der Kunde wird die Software nicht missbräuchlich nutzen, insbesondere keine rechtswidrigen Inhalte verarbeiten, keine Schutzrechte Dritter verletzen und die Sicherheit der Software nicht beeinträchtigen.

(4) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihm zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung der Software oder einer Verletzung seiner Pflichten nach diesem Vertrag beruhen.

§ 8 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Software und strebt eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an, gemessen am Übergabepunkt (Ausgang des Rechenzentrums des Hosters). Dieser Wert ist ein angestrebter Zielwert und stellt keine zugesicherte Eigenschaft, Beschaffenheitsvereinbarung oder garantierte Mindestverfügbarkeit dar. Eine ununterbrochene Verfügbarkeit ist technisch nicht möglich.

(2) Nicht in die Verfügbarkeit eingerechnet werden Zeiten geplanter Wartung sowie Ausfälle, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (insbesondere höhere Gewalt, Störungen des Internets oder Ausfälle beim Hoster außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters). Geplante Wartungsfenster werden, soweit möglich, in nutzungsarme Zeiten gelegt und rechtzeitig angekündigt.

§ 9 Gewährleistung

(1) Auf die zeitweise Überlassung der Software finden grundsätzlich die Vorschriften des Mietrechts (§§ 535 ff. BGB) Anwendung, soweit nachfolgend nichts Abweichendes geregelt ist.

(2) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen. Der Anbieter haftet für anfängliche Mängel nur, soweit er diese zu vertreten hat. Im Übrigen gilt § 10.

(3) Der Kunde wird erkennbare Mängel unverzüglich in Textform anzeigen, um dem Anbieter die Nacherfüllung zu ermöglichen.

§ 10 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung des Anbieters beruhen, sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ferner nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer vom Anbieter übernommenen Garantie.

(2) Bei der leicht fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Eine darüber hinausgehende Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit nicht für die Verletzung nicht wesentlicher Vertragspflichten.

(4) Der Anbieter haftet nicht für den Verlust von Daten, soweit dieser darauf beruht, dass der Kunde es unterlassen hat, Daten in regelmäßigen Abständen über die bereitgestellten Export-Funktionen (§ 12) zu sichern. Im Übrigen ist die Haftung für Datenverlust auf den typischen Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.

(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 11 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (insbesondere Daten der Klienten des Kunden), ist der Kunde Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter im Sinne der DSGVO.

(2) Die Einzelheiten der Auftragsverarbeitung regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, der mit Vertragsschluss als Bestandteil dieses Vertrags gilt. Der Anbieter verarbeitet die Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Kunden und im Rahmen der vereinbarten Zwecke.

(3) Hinsichtlich der Verarbeitung der Daten des Kunden selbst (Bestands- und Abrechnungsdaten) gilt die Datenschutzerklärung.

§ 12 Datenexport und Datenlöschung bei Vertragsende

(1) Der Kunde kann seine in der Software gespeicherten Daten jederzeit während der Vertragslaufzeit über die bereitgestellten Export-Funktionen in einem gängigen, maschinenlesbaren Format abrufen.

(2) Nach Beendigung des Vertrags stellt der Anbieter dem Kunden die Daten für einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen zum Export bereit (Übergangs- bzw. Portierungszeitraum). Auf Wunsch unterstützt der Anbieter einen Anbieterwechsel im Rahmen des technisch Möglichen.

(3) Nach Ablauf des Portierungszeitraums werden die Daten des Kunden gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Die Regelungen des Auftragsverarbeitungsvertrags (§ 11) zur Rückgabe und Löschung bleiben unberührt.

(4) Diese Regelung dient zugleich der Umsetzung der Vorgaben zum Wechsel zwischen Datenverarbeitungsdiensten nach der Verordnung (EU) 2023/2854 (Data Act).

§ 13 Vertraulichkeit

Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsbeziehung bekannt gewordenen vertraulichen Informationen und Geschäftsgeheimnisse der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Pflicht besteht auch nach Beendigung des Vertrags fort.

§ 14 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die Änderungen als genehmigt; hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Falle des Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens kündigen.

§ 15 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist – der Geschäftssitz des Anbieters (Karlsruhe).

(3) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

AKTARIO ist eine Software-Lösung — keine Rechtsberatung. Für rechtliche Fragestellungen wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl.