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Allgemeine Geschäftsbedingungen für Verbraucher

Stand: 30.09.2026 · für die Leistung „Kaufmännische Schuldenordnung“ (Verbraucher im Sinne des § 13 BGB)

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die kaufmännische Dienstleistung „Kaufmännische Schuldenordnung“ (nachfolgend „Leistung“), die im Fernabsatz über aktario.de angeboten wird durch

David Loebert, Rechtswirt (FSH)
Erlaubnis nach § 34c GewO (Immobilienmakler/Darlehensvermittlung, nicht Gegenstand dieses Vertrags), Aufsicht: IHK Karlsruhe
Bahnhofstraße 49, 75045 Walzbachtal
E-Mail: info@aktario.de · Telefon: 07203 48744-50
(nachfolgend „Anbieter“)

(2) Das Angebot richtet sich an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, also natürliche Personen, die das Geschäft zu Zwecken abschließen, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.

(3) Es gelten ausschließlich diese AGB in ihrer zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Fassung.

§ 2 Leistungsbeschreibung, Abgrenzung zur Rechtsdienstleistung

(1) Der Anbieter schuldet die Herstellung folgender Arbeitsergebnisse aus den vom Kunden bereitgestellten Finanzdaten: eine geordnete Gläubiger- und Forderungsübersicht sowie eine rein betriebswirtschaftliche Budget- und Belastungsdarstellung (nachfolgend zusammen „Aufbereitung“). Die Arbeitsergebnisse werden dem Kunden im Portal bereitgestellt.

(2) Nicht Vertragsgegenstand sind insbesondere: eine individuelle Rechtsberatung; die Prüfung der rechtlichen Berechtigung, der Höhe, der Zinsen oder der Verjährung einzelner Forderungen; die Erstellung eines Schuldenbereinigungsplanes im Sinne der §§ 305 ff. InsO durch den Anbieter; Verhandlungen mit Gläubigern; sowie die Vorbereitung, Beantragung oder Begleitung eines Insolvenzverfahrens durch den Anbieter. Der Anbieter tritt nicht als Schuldner-, Insolvenz- oder Rechtsberatung auf. Die eigenständige Erzeugung von Entwürfen durch den Kunden im Portal (Software-Werkzeug) bleibt unberührt; der Kunde prüft, verantwortet und versendet sämtliche Unterlagen selbst.

(3) Die Leistung bereitet die Situation des Kunden transparent auf, ohne selbst Rechtsverhältnisse zu ändern oder verbindliche rechtliche Wirkungen gegenüber Gläubigern zu begründen. Rechtsdienstleistungen im Sinne von § 2 RDG erbringt der Anbieter nicht. Rechtliche Schritte (insbesondere Beratung im Einzelfall, Verhandlungen mit Gläubigern und die Vertretung gegenüber Dritten) erfolgen ausschließlich durch Rechtsanwälte.

(4) Der Anbieter schuldet keinen rechtlichen oder wirtschaftlichen Erfolg. Insbesondere werden kein Vergleich, keine Schuldenfreiheit und kein Pfändungsstopp zugesagt. Der Ausschluss betrifft den wirtschaftlichen und rechtlichen Erfolg, nicht die Herstellung der in Absatz 1 genannten Arbeitsergebnisse.

(5) Die Inhalte der erzeugten Schreiben und Übersichten beruhen auf den Angaben des Kunden. Der Anbieter schuldet deren kaufmännische Verarbeitung und Darstellung, nicht deren rechtliche oder bilanzielle Bewertung. Die im Portal bereitgestellten Schreiben an Gläubiger sind standardisierte Muster zur eigenen Verwendung; sie ersetzen keine rechtliche Prüfung des Einzelfalls und keine Vertretung oder Verhandlung. Der Kunde prüft jedes Schreiben, ergänzt offene Angaben, gibt es vor dem Versand frei und versendet es in eigenem Namen. Der Anbieter tritt gegenüber Gläubigern des Kunden nicht auf.

(6) Zur Leistung gehört der Zugang zum Portal. Er besteht ab der Freischaltung für drei Monate, endet jedoch nicht vor Ablauf von vier Wochen nach Fertigstellung der Aufbereitung und nicht vor einer Aufhebung nach § 6a Abs. 3. Das Portal läuft im Webbrowser, eine Installation ist nicht nötig; erforderlich sind ein aktueller Browser und eine Internetverbindung. Aktualisierungen des Portals stellt der Anbieter während der gesamten Zugangsdauer bereit. Es gilt das gesetzliche Gewährleistungsrecht, für das Portal auch das gesetzliche Gewährleistungsrecht für digitale Dienstleistungen (§§ 327 ff. BGB).

§ 3 Freie Anwaltswahl, rechtliche Schritte (§ 305 InsO)

(1) Für alle Rechtsdienstleistungen (insbesondere individuelle Rechtsberatung, Verhandlungen mit Gläubigern, die rechtliche Prüfung von Schuldenbereinigungsplänen sowie die Bescheinigung nach § 305 InsO) sind ausschließlich Rechtsanwälte oder andere hierzu befugte Stellen zuständig. Erstellt der Kunde im Portal einen eigenen Planentwurf, ersetzt dieser weder die rechtliche Prüfung noch die Bescheinigung nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO.

(2) Auf Wunsch nennt der Anbieter dem Kunden einen Rechtsanwalt, mit dem er regelmäßig zusammenarbeitet. Ein etwaiges Mandat sowie die Vergütung kommen dann unmittelbar zwischen dem Kunden und dem Rechtsanwalt zustande; der Anbieter ist daran nicht beteiligt. Die freie Anwaltswahl bleibt unberührt: Der Kunde kann jederzeit jeden anderen Rechtsanwalt seiner Wahl beauftragen oder auf einen Anwaltskontakt verzichten. Wählt der Kunde die Kontaktaufnahme im Bestellformular, übermittelt der Anbieter mit dessen ausdrücklicher Einwilligung Namen und Kontaktdaten an die Kanzlei (Einzelheiten in den Datenschutzhinweisen).

(3) Der Anbieter erhält für die Nennung eines Rechtsanwalts kein Entgelt und keine Provision und gewährt dem Rechtsanwalt keine Vorteile für die Überlassung von Mandaten (§ 49b Abs. 3 BRAO). Der Rechtsanwalt wird nicht als Erfüllungsgehilfe des Anbieters tätig, sondern als eigenverantwortliches Organ der Rechtspflege; er prüft das Mandat eigenständig und ist dem Anbieter gegenüber nicht weisungsgebunden. Für die rechtliche Beratung und Vertretung haftet allein der Rechtsanwalt; die Haftung des Anbieters für seine eigenen kaufmännischen Leistungen richtet sich nach § 8. Anbieter und Rechtsanwalt arbeiten seit Jahren zusammen und empfehlen einander im Einzelfall weiter. Eine Vereinbarung über die gegenseitige Zuführung von Aufträgen oder Mandaten besteht nicht; Vorteile für die Vermittlung werden weder gewährt noch entgegengenommen.

(4) Eine etwaige Video-Rechtsberatung erfolgt ausschließlich durch einen Rechtsanwalt der Wahl des Kunden. Der Anbieter selbst erbringt keine Rechtsberatung per Video.

§ 4 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Leistung auf aktario.de stellt kein bindendes Angebot dar. Mit dem Absenden des Bestellformulars (Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss des Vertrags ab.

(2) Der Anbieter bestätigt den Eingang der Bestellung unverzüglich per E-Mail. Der Vertrag kommt mit der Annahmeerklärung des Anbieters in Textform zustande; als Annahmeerklärung gilt die Bestätigung der Bestellung mit den Zahlungsdaten. Der Vertrag ist damit geschlossen, bevor der Kunde zahlt. Die Freischaltung des Zugangs setzt den Vertragsschluss voraus und ersetzt ihn nicht.

(3) Der Vertragstext wird nach Vertragsschluss vom Anbieter gespeichert und dem Kunden gemeinsam mit diesen AGB und der Widerrufsbelehrung in Textform (z. B. per E-Mail) auf einem dauerhaften Datenträger übermittelt.

(4) Der Bestellvorgang umfasst folgende technische Schritte: Eingabe der Kundendaten; Angabe der Anzahl der Gläubiger, aus der sich die Leistungsvariante und der Endpreis ergeben; Auswahl der Option zur Anwaltsanbindung; Bestätigung der Pflichtangaben (AGB, Datenschutzhinweise); auf Wunsch die beiden freiwilligen Erklärungen zum vorzeitigen Leistungsbeginn und zum Widerrufsrecht; Prüfung der Zusammenfassung „Ihre Bestellung im Überblick“; abschließendes Anklicken der Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“. Eine Auswahl der Zahlungsart erfolgt nicht; der Anbieter stellt nach Vertragsschluss eine Rechnung mit den Zahlungsdaten (§ 5 Abs. 3). Eingabefehler kann der Kunde vor dem Absenden der Bestellung jederzeit korrigieren, indem er die Eingaben in den Formularfeldern ändert oder den Bestellvorgang abbricht. Der Vertrag wird ausschließlich in deutscher Sprache geschlossen. Der Anbieter unterwirft sich keinen besonderen Verhaltenskodizes.

§ 5 Vergütung

(1) Die Vergütung ist eine einmalige Pauschale. Sie richtet sich nach der Anzahl der Gläubiger und wird im Bestellprozess als Endpreis einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer angezeigt:

(1a) Maßgeblich ist die Anzahl der Gläubiger, die der Kunde bei der Bestellung angibt. Weicht die tatsächliche Anzahl hiervon ab, wird die Leistung nicht ohne Weiteres freigeschaltet. Der Anbieter weist den Kunden vor der Freischaltung auf die abweichende Stufe hin; der Kunde entscheidet dann, ob er zur zutreffenden Stufe bestellt oder von der Bestellung Abstand nimmt. Eine einseitige Nachforderung durch den Anbieter findet nicht statt. Bereits gezahlte Beträge werden in diesem Fall unverzüglich vollständig erstattet.

(2) Die Vergütung ist erfolgsunabhängig und bemisst sich ausschließlich nach Art und Umfang der kaufmännischen Dienstleistung.

(3) Die Vergütung ist nach Vertragsschluss als Einmalzahlung fällig. Der Anbieter teilt dem Kunden hierfür die Zahlungsdaten mit; die Rechnung erhält der Kunde mit der Freischaltung. Der Zugang zum Portal wird unverzüglich nach Zahlungseingang freigeschaltet; für die Leistungsfrist gilt § 6.

(3a) Grund der Vorleistung. Der Anbieter prüft die Zahlungsfähigkeit des Kunden nicht: Er holt keine Bonitätsauskünfte ein, verlangt keine Sicherheit und lehnt niemanden aus Bonitätsgründen ab. Dafür gilt die Vorleistung für alle Kunden gleichermaßen. Hinzu kommt, dass der Anbieter seine Leistung nahezu vollständig zu Beginn des Vertrags erbringt und Zahlung und Leistung dadurch in engem zeitlichem Zusammenhang stehen (höchstens 14 Kalendertage, § 6 Abs. 1). Das liegt auch im Interesse des Kunden: Wird eine Leistung erst lange nach ihrer Erbringung bezahlt, kann die Zahlung in einem späteren Insolvenzverfahren über das Vermögen des Kunden angefochten werden; die Vergütungsforderung lebt dann wieder auf (§ 144 Abs. 1 InsO) und ist im Verfahren erneut zu behandeln.

(3b) Ausgleich der Vorleistung. Zum Ausgleich gilt: a) Der Zugang wird unverzüglich nach Zahlungseingang freigeschaltet; der Kunde erhält die Gegenleistung ohne Wartezeit. b) Der Preis ist ein Festpreis; Nachforderungen sind ausgeschlossen, für abweichende Gläubigerzahlen gilt Absatz 1a. c) Die Leistungsfrist beträgt höchstens 14 Kalendertage; das Portal weist den Tag des Fristbeginns und den Tag der Fertigstellung aus (§ 6 Abs. 4). d) Sämtliche gesetzlichen Rechte des Kunden bei ausbleibender, verspäteter oder mangelhafter Leistung bleiben unberührt, insbesondere Nacherfüllung, Rücktritt, Minderung und Schadensersatz; die bereits erfolgte Zahlung wird ihm dabei nicht entgegengehalten. e) Das Widerrufsrecht bleibt unberührt (§ 7). f) Kommt es nicht zur vollständigen Leistung, gilt § 6a Abs. 4 und 5. g) Sicherungsinstrumente zulasten des Kunden bestehen nicht; der Anbieter verlangt insbesondere keine Abtretung, kein Schuldanerkenntnis und keine Sicherheit, und die Rechte des Kunden zur Aufrechnung und Zurückbehaltung sind nicht eingeschränkt.

§ 6 Leistungserbringung

(1) Der Anbieter erbringt die vertraglich geschuldete Leistung unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Kalendertagen, vollständig. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem alle drei Voraussetzungen vorliegen: die vollständigen Angaben und Unterlagen des Kunden (Absatz 4), die Berechtigung zum Leistungsbeginn (Absatz 5) und der Eingang der Vergütung. Dieser Tag wird mitgerechnet.

(2) Die Vergütung ist vor Freischaltung des Zugangs fällig. Der Anbieter schaltet den Zugang unverzüglich nach Zahlungseingang frei, so dass der Kunde die Gegenleistung ohne Verzögerung nutzen kann. Der Preis ist ein Festpreis; Nachforderungen sind ausgeschlossen. Das Widerrufsrecht des Kunden nach §§ 312g, 355 BGB bleibt unberührt. Erbringt der Anbieter die Leistung nicht, kann der Kunde nach den gesetzlichen Vorschriften zurücktreten und Rückzahlung verlangen.

(3) Der Kunde stellt die zur Aufbereitung erforderlichen Angaben und Unterlagen vollständig und zutreffend bereit. Der Anbieter prüft die Angaben nicht auf inhaltliche, steuerliche oder rechtliche Richtigkeit; seine Leistung besteht in der kaufmännischen Ordnung und Auswertung dieser Angaben.

(4) Vollständig sind die Angaben, wenn die im Portal als Pflichtangaben gekennzeichneten Felder ausgefüllt, die dort angeforderten Unterlagen hochgeladen und die Angaben vom Kunden abgesendet sind. Maßgeblich ist der Umfang der Pflichtangaben, wie er bei Vertragsschluss im Portal gekennzeichnet war. Fehlt etwas, teilt der Anbieter dies dem Kunden unverzüglich mit; eine solche Rückfrage oder Nachforderung berührt den bereits eingetretenen Fristbeginn nicht. Das Portal weist dem Kunden den Tag des Fristbeginns und den Tag der Fertigstellung aus.

(5) Die Berechtigung zum Leistungsbeginn liegt vor, sobald die Widerrufsfrist des Kunden abgelaufen ist oder der Kunde ausdrücklich verlangt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt.

(6) Die Vergütung ist eingegangen, sobald der vollständige Rechnungsbetrag dem in der Rechnung genannten Konto des Anbieters gutgeschrieben oder vom Zahlungsdienstleister des Kunden bestätigt ist.

§ 6a Mitwirkung des Kunden, Beendigung bei ausbleibender Mitwirkung

(1) Die Leistung setzt voraus, dass der Kunde die im Portal als Pflichtangaben gekennzeichneten Felder ausfüllt, die dort angeforderten Unterlagen hochlädt und seine Angaben absendet (§ 6 Abs. 4). Diese Mitwirkung ist keine einklagbare Pflicht, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Anbieter leisten kann.

(2) Wirkt der Kunde nicht mit, erinnert ihn der Anbieter in Textform. Bleibt die Mitwirkung weiter aus, setzt er ihm mit einer zweiten Nachricht in Textform eine Frist von mindestens vier Wochen ab Zugang dieser Nachricht und weist ihn darauf hin, dass der Vertrag mit fruchtlosem Ablauf dieser Frist als aufgehoben gilt. Beide Nachrichten gehen an die vom Kunden zuletzt angegebene E-Mail-Adresse.

(3) Holt der Kunde die Mitwirkung bis zum Ablauf der Frist nicht nach, gilt der Vertrag als aufgehoben (§ 643 BGB). Der Anbieter teilt dies in Textform mit.

(4) In diesem Fall kann der Anbieter nur den Teil der bereits gezahlten Vergütung behalten, der der bis dahin tatsächlich geleisteten Arbeit entspricht (§ 645 Abs. 1 BGB). Über die gezahlte Vergütung hinaus verlangt der Anbieter nichts; § 6 Abs. 2 Satz 3 bleibt unberührt. Den übersteigenden Teil erstattet er unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen. Die geleistete Arbeit weist er dem Kunden auf Verlangen in Textform nach. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer Aufwand oder kein Aufwand entstanden ist.

(5) Hat der Anbieter mit der Aufbereitung noch nicht begonnen, erstattet er die Vergütung vollständig.

(6) Das Widerrufsrecht des Kunden und sein Recht, den Vertrag jederzeit zu kündigen (§ 648 BGB), bleiben unberührt; für die Vergütung gilt in diesem Fall Absatz 4 entsprechend. Nach der Aufhebung schließt der Anbieter den Vorgang; die Daten werden nach den Fristen der Datenschutzhinweise gelöscht. Ein neuer Auftrag ist jederzeit möglich.

§ 7 Widerrufsrecht

(1) Als Verbraucher steht dem Kunden ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der nachstehenden Widerrufsbelehrung zu.

(2) Verlangt der Kunde ausdrücklich, dass mit der Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und bestätigt er zugleich seine Kenntnis davon, dass er sein Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung verliert, so erlischt das Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Leistung (§ 356 Abs. 5 Nr. 2 BGB). Widerruft der Kunde vor vollständiger Erbringung, schuldet er Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen (§ 357a Abs. 2 BGB).

(3) Der Kunde kann seinen Widerruf auch über die elektronische Widerrufsfunktion unter aktario.de/widerruf.html erklären (§ 356a BGB). Sie ist während der gesamten Widerrufsfrist ohne Anmeldung erreichbar. Der Anbieter übermittelt dem Kunden nach Nutzung dieser Funktion unverzüglich eine Eingangsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger mit dem Inhalt der Erklärung sowie Datum und Uhrzeit des Eingangs. Die Erklärung gilt als fristgerecht zugegangen, wenn sie vor Ablauf der Widerrufsfrist über die Funktion versandt wurde.

§ 8 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ferner nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(3) Der Anbieter haftet nicht für rechtliche oder wirtschaftliche Folgen, die daraus entstehen, dass die kaufmännische Aufbereitung keine Rechts- oder Steuerberatung ersetzt (vgl. § 2). Die Absätze 1 und 2 bleiben hiervon unberührt; insbesondere wird die Haftung für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit und für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit durch diesen Absatz nicht eingeschränkt.

§ 9 Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet die personenbezogenen Daten des Kunden ausschließlich zur Durchführung des Vertrags und nach Maßgabe der Datenschutzhinweise. Die Daten werden auf einem Server in Deutschland gespeichert.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Staates, in dem der Kunde seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.

(2) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(3) Verbraucherstreitbeilegung: Der Anbieter ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtet noch bereit (§ 36 VSBG). Die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung wird seit dem 20.07.2025 nicht mehr betrieben.

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (David Loebert, Bahnhofstraße 49, 75045 Walzbachtal, E-Mail: info@aktario.de, Telefon: 07203 48744-50) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Sie können Ihr Widerrufsrecht auch online unter https://aktario.de/widerruf.html ausüben. Wenn Sie diese Online-Funktion nutzen, übermitteln wir Ihnen auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. durch eine E-Mail) unverzüglich eine Eingangsbestätigung mit Informationen zum Inhalt der Widerrufserklärung sowie dem Datum und der Uhrzeit ihres Eingangs.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts

Ihr Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen vorzeitig, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren (§ 356 Abs. 5 Nr. 2 BGB).

Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

An David Loebert, Bahnhofstraße 49, 75045 Walzbachtal, E-Mail: info@aktario.de:

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung:
______________________________________________

Bestellt am (*): ____________________
Name des/der Verbraucher(s): ____________________
Anschrift des/der Verbraucher(s): ____________________
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ____________________
Datum: ____________________

(*) Unzutreffendes streichen.

Freiwillige Erklärungen zum Leistungsbeginn

Vor dem Absenden können Sie mit zwei getrennten, nicht vorausgewählten Kontrollkästchen verlangen, dass mit der Leistung schon vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird. Das ist freiwillig; ohne diese Erklärung beginnt der Anbieter mit der Aufbereitung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist (§ 6 Abs. 5). Den Zugang zum Portal erhalten Sie in beiden Fällen unverzüglich nach Zahlungseingang (§ 5 Abs. 3b).

  1. „Ich verlange ausdrücklich, dass mit der kaufmännischen Aufbereitung bereits vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist begonnen wird.“
  2. „Mir ist bekannt und ich bestätige, dass mein Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter erlischt. Widerrufe ich vorher, schulde ich Wertersatz für die bis dahin erbrachten Leistungen.“

Der vorzeitige Beginn gilt als verlangt, wenn Sie beide Erklärungen abgeben.

Die Kaufmännische Schuldenordnung ist eine kaufmännische Dienstleistung, keine Rechtsberatung. Für rechtliche Fragestellungen wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl.